Juan

We can find a solution, not just by force of arms.

Juan like many in Lagartillo is a survivor of the contra attack in 1984 and afterwards.

What is the most important thing in your life and why?
The most important thing, and I have always said that, is to learn a trade. And I have a job… no clue for how many years now…Every day I learn more about this small employment. I work in this small library. Here we offer many possibilities to our friends from abroad who visit us in our small community. I think that this is a big help. I always wanted to work and here I always have had many possibilities to do so. When the first meeting for the foundation of the association hijos del maíz  took place… well, I wasn´t invited but I always was in contact with them before working with them. And about 3 years after the foundation they asked me if I wanted to take part and work in this small library. They told me:“You are going to do a good job in the library, I know that you will be a great help to the people of the communities who always come here for photocopies as well as to the primary school teacher and the students.“ I am a big help to the students and the teachers.

You work in a library, so I guess you enjoy reading a lot. Which books have had the biggest influence on you?
Well, the most important book, the one that I always enjoyed reading, is a history book. And books about economy. Here in the community there are not many bookshops, but at least in Estelí there is one. And every time I go to a meeting in Estelí I spend one hour in the library.

And apart from books – what makes you happy?
I feel good here, I am healthy, and this is the most important thing. Also all the conversations, it´s a big help to our friends from abroad and for me this small exchange is great, too.

What was the best moment/day in your life so far?
Well, I guess that maybe I still lack this day, I still lack this day to give you an exact situation.

If you could ask for one wish – money doesn´t matter – what would it be?
If I really had the opportunity and as much money as you say the first thing I would like to do is to get to know another country where I have many friends. Where do you have many friends? In Cuba, England, France… If there was the opportunity… I know I don´t have the chance… but if I had it… I would like that very much. At least Italy, where I also have many friends…

What have you done that you’re most proud to have achieved?
The first thing that I am proud of this that I have the feeling that I am a big help to this association (Hijos del maíz) and that I am a member. I have the feeling that I cannot contribute enough, but yeah… every day a little bit, step by step… Also the work here in the community and in the library.

If you could send a message to the entire world, what would you say?
The only message that I would like to send to every country of the world is that we fight better (are more successful) if every country can do its own thing and we find solutions, starting with all those wars that are being fought right now in different countries. You have to deal with the issue of weapons. With the families of other countries and the family of the world itself.There are ways of working together in a different way, not waging war against other countries, not turning people into murderous Contras. We can find a solution, not just by force of arms.

Juan ist wie so viele in Lagartillo Überlebender des Contra-Angriffs 1984 und danach.


Was ist für dich das Wichtigste in deinem Leben und warum?
Am wichtigsten, und das habe ich immer gesagt, ist es eine Arbeit zu erlernen. Und ich habe einen Job… keine Ahnung wieviele Jahre schon… Jeden Tag lerne ich mehr über die kleine Beschäftigung. Ich arbeite in dieser kleinen Bibliothek. Wir bieten hier viele Möglichkeiten für unsere Freunde aus dem Ausland, die uns in unserer kleinen Gemeinde besuchen. Ich denke das das eine große Hilfe ist.

Ich wollte immer arbeiten und hatte auch hier auch immer viele Möglichkeiten dazu. Als das erste Treffen zur Gründung des Vereins „Kinder des Mais“ stattfand… nun ja ich war nicht eingeladen aber ich stand mit ihnen immer in Kontakt bevor ich mit ihnen gearbeitet habe. Und ungefähr 3 Jahre nach der Gründung des Vereins haben sie mich dann gefragt ob ich daran teilnehmen und hier in dieser kleinen Bibliothek arbeiten möchte. Sie sagten mir:“Du wirst gute Arbeit in der Bibliothek leisten, ich weiß dass du sowohl den Leuten der Gemeinden sehr helfen wirst, die immer für Kopien herkommen, als auch dem Grundschullehrer und den Schülern.“ Ich bin den Schülern und den Lehrern eine große Hilfe.

Du arbeitest in einer Bibliothek, daher geh ich davon aus, dass du gern liest. Welche Bücher haben dich am meisten geprägt?
Nun, das wichtigste Buch, dass was mir immer Spaß gemacht hat zu lesen, ist ein Geschichtsbuch. Und Wirtschaftsbücher. Hier in der Gemeinde gibt es nicht viele Buchläden, aber zumindest in Estelí gibt es einen. Und jedes Mal wenn ich zu einem Treffen nach Estelí fahre verbringe ich immer eine Stunde in der Bibliothek.

Und abgesehen von Büchern – was macht dich glücklich?
Ich fühle mich hier wohl, bin gesund, und das ist das Wichtigste. Außerdem die vielen Unterhaltungen, das hilft den ausländischen Freunden sehr und auch für mich ist dieser kleine Austausch toll.

Was war bisher der glücklichste Augenblick/Tag in deinem Leben?
Nun ja, ich glaube dass mir dieser Tag vielleicht noch fehlt, mir fehlt solch ein Tag um dir eine genaue Situation zu nennen.

Wenn du dir etwas wünschen könntest – unabhängig vom Geld – was wäre das?
Wenn ich tatsächlich die Möglichkeit hätte und soviel Geld wie du sagst zu Verfügung hätte, wäre das erste was ich gerne machen würde, ein anderes Land kennenzulernen, in dem ich viele Freunde habe. Wo hast du viele Freunde? In Kuba, in England, in Frankreich… Wenn die Möglichkeit bestünde… Ich weiß dass ich diese Chance nicht habe… aber wenn sie sich bieten würde…würde mir das sehr gefallen. Italien zumindest, wo ich auch viele Freunde habe…

Was hast du getan worauf du besonders stolz bist?
Das erste worauf ich stolz bin, ist, dass ich das Gefühl habe, diesem Verein (Hijos del maíz) sehr zu helfen und Mitglied bin. Ich habe das Gefühl, dass ich nicht genügend beitragen kann, aber ja, jeden Tag ein wenig, Stück für Stück… Außerdem die Arbeit hier in der Gemeinde und in der Bibliothek.

Wenn du der Welt eine Botschaft mitgeben könntest, wie würde die lauten?
Die einzige Botschaft die ich gerne jedem Land der Welt mitgeben würde, ist dass wir besser kämpfen (mehr Erfolg haben) wenn jedes Land sein Ding machen kann und wir Lösungen finden, angefangen bei den ganzen Kriegen die gerade in den verschiedensten Ländern stattfinden. Man muss sich mit der Waffenthematik auseinandersetzen. Mit den Familien anderer Länder und der Familie der Welt an sich. Es gibt Möglichkeiten anders zusammenzuarbeiten, keinen Krieg gegen andere Länder zu führen, keine Leute in mordende Contras zu verwandeln. Wir können eine Lösung finden, nicht nur mit Waffengewalt.

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